Streitfälle
sind nicht nur unangenehm. Sie kosten neben Geld auch Zeit. Deshalb ist zunächst intern zu prüfen, wie sicher die eigene Position erscheint. Erst danach entscheidet sich, ob es Sinn macht in einen Streit zu gehen. Deshalb haben wir folgende Schritte zum Praxis-Check für Streitfälle erarbeitet:1. Streitgegenstand zweifelsfrei analysieren und inhaltlich eingrenzen.
2. Dokumentation überprüfen (Nachvollziehbarkeit der eigenen Position?).
3. Prüfung, ob die Position aussichtsreich erscheint (eigene Überschätzung unbedingt vermeiden).
4. Rücksprache mit Rechtsanwalt (bei Rechtsfragen) oder Rücksprache beim ö.b.u.v. Sachverständigen bei baufachlichen Fragen.
5. Grobanalyse, ob der Gegner zahlungsfähig bleibt.
6. Prüfung, ob evtl. eigene Mängel im Zuge eines Streites von der Gegenseite "gegengerechnet" werden können.
7. Erarbeitung der eigenen Position (baufachlich u. rechtlich).
8. Abschätzung der finanziellen und zeitlichen Aufwendungen für die Auseinandersetzung präzisieren.
9. Schlichtungsgespräch, möglichst mit externer Unterstützung.
10. Wenn Schlichtung nicht möglich: Streit.
Schlichtungen
sind in der Regel effektiver. Sie sind günstiger und schneller beendet.
